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Claudius Veit

Digitalspannung:

Die Digitalspannung ist die Spannung, welche die Zentrale auf das Gleis gibt.
Beim DCC und beim SelecTRIX* Digitalsystem handelt es sich hierbei um eine rechteckförmige Wechselspannung. Diese wird im Lokdecoder gleichgerichtet und je nach Fahrstufe mit mehr oder weniger breiten Impulsen an den Motor gegeben.

Diese Art der Ansteuerung nennt man auch Pulsweitenmodulation oder kurz PWM.
Es liegt also selbst bei Langsamfahrt kurzzeitig annähernd die volle Gleisspannung am Motor an.

Die Märklin* Motoren sind für eine Spannung von maximal 10V konzipiert.
Bedingt durch eine Reduzierung (Spannungsabfall über die Gleichrichterdioden) der Spannung im Decoder liegt die optimale Digitalspannung für Spur Z bei 12V.

Die Digitalspannungen der handelsüblichen Digitalzentralen sind oftmals einstellbar. Leider sind nicht alle Zentralen für die Belange der Spur Z vorbereitet. Deshalb ist es notwendig die Digitalspannung der Zentrale auf ein für Z verträgliches Maß zu reduzieren.

Zudem sollte die Kurzschlusserkennung der Zentrale möglichst ab 2A abschalten, um Schäden an den Schienen oder Loks zu vermeiden.
Sie können sich sicherlich vorstellen, dass eine Zentrale, die z.B. erst bei 5A abschaltet eine Spur Z Anlage oder Lok ganz schön "schmoren" lassen kann.

Reduzierung der Versorgungsspannung der Digitalzentrale:

Eine Möglichkeit, die Digitalspannung zu reduzieren, ist die Spannungsversorgung der Digitalzentrale zu reduzieren. Der Leistungsverstärker der Digitalzentrale kann maximal die Digitalspannung erzeugen, mit der er auch versorgt wird. Reduziert man diese Spannungsversorgung, dann reduziert sich entsprechend die Digitalspannung am Gleis.

Leider reicht bei einigen Zentralen dann aber die Spannung nicht mehr aus, dass die Zentrale selbst noch funktioniert. Fragen Sie daher vor dem Kauf beim Hersteller der Zentrale nach.
 

Zentralen, die mit Wechselspannung (AC) versorgt werden:

Der Lichtausgang der Märklin Mini Club* Trafos liefert genau die richtige Versorgungsspannung für diese Digitalzentralen, um eine Gleisspannung von 12V zu erhalten. Dazu schliesst man diesen anstelle des mitgelieferten Trafos an die Versorgung der Zentrale an. Da die Digitalzentralen selbst Strom verbrauchen und jede Lok auf dem Gleis versorgt werden will, ist es sinnvoll den leistungsstärkeren Transformator von Märklin* (z.B. 6711) oder gleich einen entsprechend leistungsstarken Spielzeugtrafo mit 10V Ausgangsspannung einzusetzen.
Ebenso lässt sich durch eine Diodenstrecke zwischen Transformator und Digitalzentrale die Versorgungsspannung der Digitalzentrale (oder des Boosters) die Versorgungsspannung und somit die Digitalspannung am Gleis reduzieren.

Beides funktioniert z.B. bei der ROCO Multimaus*** und der ROCO Lokmaus-2***, sowie bei den Rautenhaus** Digitalzentralen.
 

Zentralen, die mit einer Gleichspannung (DC) versorgt werden:

Auch hier lässt sich die Digitalspannung am Gleisausgang der Digitalzentrale durch Reduzierung der Versorgungsspannung auf Spur Z verträgliche 12V Gleisspannung einstellen.
Verwenden Sie ein geregeltes Gleichspannungsnetzteil mit einer Ausgangsspannung von 12V DC. Das Netzteil muss mindestens so viel Strom liefern können wie das Originalnetzteil der Zentrale. Achten Sie auf den passenden Stecker und die richtige Polarität der Spannung am Stecker.

Dieses Prinzip funktioniert an den meisten Zentralen, z.B. die Märklin* Mobile Station 2*, die Trix Mobile Station 1 und 2*, die FCC von D&H**** bzw. MTTM***** und viele weitere.

Reduzierung der Digitalspannung:

Eine elegante Möglichkeit, die Digitalspannung am Gleis zu reduzieren bietet die folgende Lösung: der DSR. Diese Lösung funktioniert an jeder beliebigen Zentrale. Baut man den DSR als festen Bestandteil in die Modellbahn-Anlage oder an das Anlagenmodul, kann man jede beliebige Zentrale daran anschliessen, ohne sich Gedanken über die Digitalspannung am Gleis machen zu müssen.
Weitere Infos über den DSR finden Sie bei AMW:
amw.huebsch.at/produkte/dsr.htm
oder beim 1zu220-shop unter der Kategorie AMW:
http://www.1zu220-shop.de

Eine Diodenstrecke zwischen Zentrale und Gleis ist zwar eine kostengünstige Möglichkeit die Spannung zu reduzieren, hat aber den Nachteil, dass damit die Kurzschlusserkennung und somit das Abschalten der Zentrale im Kurzschlussfall nicht mehr richtig funktioniert.
Daher sollte eine Diodenstrecke grundsätzlich die allerletzte Möglichkeit sein, die Spannung zu reduzieren.

Weitere Infos zum Thema Gleisspannung und Zentralen für Spur Z finden Sie hier:
www.DigiZett.de
 

Noch ein wichtiger Tipp:

Entfernen Sie unbedingt die Kondensatoren in sämtlichen Anschlussgleisen Ihrer Anlage.
Diese stören das Digitalsignal dermaßen, dass ein Digitalbetrieb nicht möglich ist.
 

Haben Sie zu diesem Thema noch Fragen?

Schreiben Sie uns einfach. Wir beraten Sie gerne.

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*) Märklin, Märklin Mini Club, Central Station, Trix, Mobile Station und SelecTRIX sind eingetragene Warenzeichen der Firma
Gebr. Märklin & Cie. GmbH, D-73033 Göppingen

**) Rautenhaus ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma
Rautenhaus Modellbahntechnik, Bürgermeister-Mävers-Str. 2a, 28857 Syke

***) ROCO Lokmaus und Multimaus sind eingetragene Warenzeichen der Firma
Modelleisenbahn GmbH, Plainbachstraße 4, A-5101 Bergheim (Österreich)

****) Doehler und Haass ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma
Doehler & Haass GmbH & Co. KG, Eichelhäherstraße 54, D-81249 München

*****) MTTM Modellbahn Technik Team München, Wasserturmstraße 30, 85551 Kirchheim